Erst gestern hat mich eine dieser Kurzschlussreaktionen erwischt und ich habe es mal wieder bitter bereut. Daraufhin erfolgte ein heiliger Schwur - zum abertausendsten Mal - nie wieder einen Fuß in Burger King & Co zu setzen. Wie lange dieser gute Vorsatz anhalten wird wissen wir wohl alle. Trotzdem hat es in mir einen Vergleich angestoßen, den es unbedingt zu teilen gilt:
Showdown der Rivalen: McDonald´s vs. Burger King vs KFC
McDonald´s hat sein Image in den letzten Jahren - auch mit Heidi Klum - kräftig aufpoliert und schickt die größte Produkt-Auswahl an den Start. Gerade auch durch die McCafé Filialen steht mehr Vielfalt zur Verfügung, die gerne auch von Außendienstlern in Kombination mit dem Angebot des WLAN-Hotspots als unkomplizierter Besprechungsort genutzt wird. Geradezu vorbildlich ist die Auszeichnung der Nährwerte und das Lieferantenverzeichnis der Produkte. Wer sich die Mühe macht die Nährwerte zu vergleichen kann leicht auf eine vernünftige Ernährung achten.
Das typische Menü besteht aus einem Bürger, Pommes und Softdrink. Eine gute Verkäuferin wird sie nach der Maxi-Variante fragen, die natürlich nur unwesentlich mehr kostet, dafür aber auch mehr Inhalt bietet und einige weitere Optionen ermöglicht, wie etwa ein Milchshake anstatt dem Softdrink.
Die gesunde Wahl wäre hier sicher ein Grilled Cesar Salat mit Balsamico Dressing, eine Fruchttüte und ein Wasser. Das macht genauso satt, schmeckt gut und hat viel weniger Kalorien. Aber da sie ein großer Kerl sind, nehmen sie natürlich den Big Tasty Bacon als XL Menü mit großen Pommes und einer Cola Light. Versteht sich von selbst, da man ja auf seine Linie achten muss.
Jeder Ernährungswissenschaftler liegt derweil noch im Koma, da beißen sie schon in das riesige Brötchen, das irgendwie gar nicht so aussieht, wie auf dem Produktfoto, aber dafür hat die Kalorienbombe aus Rindfleisch, Speck, Käse und der Spezial-Sauce auf Mayonnaise-Basis, tatsächlich so etwas wie einen runden Geschmack entwickelt. Die knapp 1500 Kalorien decken mehr als die Hälfte des Tagesbedarfs eines durchschnittlichen erwachsenen Mannes und sorgen für ein schweres Gefühl im Magen, aber es hat wenigstens einigermaßen geschmeckt. Das Hungergefühl wenig später kommt von den verwendeten Inhaltsstoffen und ihrer Cola Light, die ihrem Körper Zucker vorgegaukelt hat, nach dem er jetzt schreit, aber ansonsten kann man eigentlich nur über den hohen Preis meckern. Satt ist man auf jeden Fall erst einmal geworden und geschmeckt hat es doch auch irgendwie.
Burger King versprüht einen peppigeren Charme als seine Konkurrenten, aber der Schein trügt, denn die Fassade ist doch sehr in die Jahre gekommen. Man will innovativ sein, ist aber höchstens immer nur alternativ. Definitiv ist dabei jedoch, dass die Qualität der Produkte, sowie die Auswahl im Vergleich nicht mithalten kann. Viel zu spät kommt der Chicken Burger, der Jahrzehnte lang in einem reinen Steakhouse Geschäft nicht angeboten wurde. Jetzt sollte man meinen, dass ein Rindfleisch Spezialist in seiner Paradedisziplin eine absolute Top Qualität bietet. Insbesondere, da laut dem Slogan der „Burgermeister“ Geschmack ja King sein soll. Leider ist dem aber absolut nicht so.
Wir sind ausgehungert und nehmen einen Double Steakhouse. Entspricht der Aufmachung her am ehesten dem Mc Bacon Tasty aus dem Test zuvor und wird ebenfalls mit der Extraportion bestellt, hier XXL Menü genannt. Der Burger an sich ist in etwa gleich groß, aber sofort merkt man, dass die Qualität der verwendeten Zutaten eine andere ist. Die Apfelschorle ist total verwässert und das Fleisch viel zu fettig, riecht und schmeckt, wie in der Mikrowelle anstatt auf dem Grill gebrutzelt und ich frage mich, ob ich den Burger sofort wieder zurück geben soll. Von wegen „Flame Grilled Beef“! Geschmack ist vielleicht King, aber der King ist schon seit 1977 tot und der Ärger darüber, auch noch einen Wucherpreis dafür bezahlt zu haben brodelt in mir. Also würge ich zu Testzwecken das tote Rindvieh runter und ärgere mich über den Käse, der mir auch noch die Zähne verklebt.
Die bessere Wahl wären mit Sicherheit die neuen Chicken Burger gewesen, oder lieber gleich einen Grilled Chicken Salad. Die klassischen King Shakes sind neu und lösen dann wohl diese überzuckerten Shakes mit „Biss“ ab, die es bisher gab. Die Apfel Pommes aus dem Kids Menü lassen jedoch zumindest für die Kids etwas Hoffnung aufkeimen.
KFC – früher Kentucky Fried Chicken genannt, hat sich unter anderem ein neues Image verpasst, weil man von „Fried“ also dem „frittierten“ im Namen wegkommen wollte. Frittiert ist nicht gesund und das hat auch der Kunde mittlerweile verstanden, also weg damit. Jetzt nennt sich das Ganze Republic of Fresh. Dennoch sind nach wie vor die meisten, der auf Chicken spezialisierten Kette mit einer knusprigen Hülle frittiert. Was daran fresh sein soll, ist uns dann doch nicht so ganz klar geworden.
Zum Testen nehmen wir einen Brazer Burger, der als der Klassiker bei KFC gilt und mit Salat, Tomaten und Käse, die Konkurrenz in Sachen Kalorienbedarf locker aussticht, da weder frittiert, noch Panade drum ist. Es schmeckt recht lecker und zum „erweiterten Menü“ nehmen wir die Chili Cheese Fries und der Softdrink ist als „Refill Cup“ nie leer. O.K. Die mit flüssigem Chemiekäse und mexikanischem Chili con Carne angehauchten Fritten sind vielleicht nicht jedermann´s Sache und als Kalorienbombe verschrieen, aber dafür schmecken sie trotzdem super und im Menü halten sich die Kalorien gegenüber der Konkurrenz schon wieder die Waage. Als Eisvariante gibt es Leckeres von Ben & Jerry. Das zaubert ein strahlendes Lächeln ins Gesicht und auf Dauer Pfunde auf die Hüften.
Unser Fazit:
McDonald´s
Die größte Auswahl im Testfeld mit vielen Alternativen überzeugen auch Kritiker von Fastfood.
KFC
Ohne Panade ganz gut, durstig geht keiner raus und das Eis ist ne Klasse für sich.
Burger King
Verdienter Dritter Platz. Selbst ein Lebenslanger Gutschein würde sich wirklich nicht lohnen.
Außer Konkurrenz: http://www.yellowkings.com/spaceburger
Space Burger in der Düsseldorfer Altstadt und in der Pfalzstr. (www.spaceburger.eu) bietet hausgemachte Burger mit frischen und besonders auch exotischen Zutaten im wilden und revolutionären Geschmacksmix. Nicht nur die Fantasienamen auf der Karte lassen Fastfood zum Gourmetessen werden. Beim Schlemmen eines Orb-X-10 oder des Gagarin Burgers mit handgeschnitzten Superfritten, wird schnell klar: Besonders Empfehlenswert! Da fährt auch schon mal ein waschechter Kölner gerne in Feindesland. Nachmachen für Zuhause unbedingt empfohlen!
Lesen Sie weiter in:
Fettbomben im Vergleich, Teil 3 – der Fastfood Survival Guide von Men´s Health










