Der Musikvertrieb hat sich seit dem Internet Boom von MySpace radikal verändert. Selbst etablierte Künstler und Bands setzen vermehrt auf den Direktvertrieb per Internet, um hohe Abschlagszahlungen an die Plattenfirmen zu vermeiden.
Nach eigenen Angaben hat Apples Downloadportal "iTunes" in den USA den Vertrieb physischer Tonträger bereits überholt. Auf diesem Erfolg setzt das Prinzip von Tunecorean, dass dem Künstler den Direktvertrieb über mehrere große Musikplattformen, wie iTunes und Amazon auch ohne Plattenvertrag erlaubt. Der Musikdienstleister übernimmt dabei die notwendige Infrastruktur, wie das Hosting sowie die Bezahlabwicklung. Die Künstler übergeben nur noch ihre Musik oder ihre Musikvideos an den Anbieter. Tunecore unterstützt zur Zeit iTunes in allen Vertriebsgebieten, Amazon MP3, Rhapsody, Napster, sowie weitere kleinere Anbieter. Die Kosten sind dabei sogar moderat: Tunecore berechnet für das Hosting pro Album 19,98 USD im Jahr. Hinzu kommen 0,99 USD pro Song und eine Gebühr von jeweils 0,99 USD pro Online-Laden, in den ein Album eingestellt wird. Ein Album mit elf Titeln kostet also jährlich 31,86 USD an Hosting-Gebühren. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Pauschalpreis: Der Künstler erhält die vom Download erwirtschaftete Summe vollständig. Die Möglichkeiten für junge Bands sich einem großen Publikum zu präsentieren sind in den letzten 10 Jahren dank dem Internet und kostengünstigen Multimediaprogrammen viel einfacher geworden. Käufer für ihre Werke zu finden bleibt aber trotz sozialen Netzwerken wie MySpace eine intensive Marketing-Aktion, denn dort geht mann schnell im riesigen Angebot unter.








