Heute habe ich eine neue Betrugsmasche bei Amazon entdeckt, bei der nicht nur der Kunde, sondern gleich Amazon auch noch selbst abgezockt wird:
Es gibt Händler, die gewerblich ihre Artikel für einen Minimalbetrag (z.B. sogar ab 0,01 Euro) über Amazon anbieten. Sofort schrillen die Alarmglocken: Wie kann das denn sein?
Das habe ich mich natürlich auch gefragt und bin der Sache sofort auf den Grund gegangen:
Ein gewerblich bei Amazon gemeldeter Händler, kann seine Versandgebühren anscheinend frei wählen. So wurde z.B bei einem Elektronik-Artikel, der im Elektromarkt 7,49 Euro kostet, mit einem VK von 0,01 Euro angegeben. Ein Kunde, der auf dieses Lockangebot hereinfällt, soll aber 11,90 Euro Versandgebühren bezahlen. Dass für einen Artikel, der im Markt fast die Hälfte kostet und dessen Wert keinen Versand als Paket rechtfertigt - zudem selbst ein Paket bis 5 kg und versichert bis 500 Euro, bei der Deutschen Post aktuell nur noch 4,10 Euro kostet.
Fazit:
Ein unvorsichtiger Kunde, der z.B. eine größere Bestellung über Amazon tätigt, kann leicht die Versandkosten aus den Augen verlieren. Reklamiert er im Nachhinein die hohen Versandgebühren, so stellt er fest, dass die Versandgebühren aber nicht erstattet werden können. Selbst wenn die Ware zurück geschickt wird, bleibt der Kunde auf den Versandgebühren sitzen, denn der zu erstattende Warenwert beträgt lediglich 0,01 Euro. Auch Amazon ist hiervon betroffen, denn Amazon verdient nur prozentual am Warenwert des verkauften Artikels mit, nicht an den Versandgebühren des Händlers.
Straftatbestand:
Organisierter Betrug über das Internet. Strafanzeige empfohlen, aber bei solchen Minimalbeträgen lohnt der Aufwand kaum - und genau damit rechnen die Betrüger und kommen in den meisten Fällen ungestraft davon!
Frage ich mich nur, warum Amazon diese Angebotsvarianten nicht intern unterbindet, da sie ja auch direkt davon betroffen sind???








